Aktuelles der JU Prien-Rimsting

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Stellungnahme zur geplanten Jugendherberge in Prien

Felix Dill, Ortsvorsitzender der JU Prien-Rimsting: „Wir von JU Prien-Rimsting haben im letzten Kommunalwahlkampf eine neue Jugendherberge für Prien gefordert, denn wir wissen: Die jugendlichen Gäste von heute sind die Familienurlauber von morgen, die Prien in guter Erinnerung aus der Jugend behalten haben. Deshalb befürworten wir grundsätzlich den Bau einer Jugendherberge auf der „grünen Wiese“, solange er sich maßvoll in den Baubestand vor Ort eingliedert. Nach ersten Informationen soll dies der Fall sein. Im Zuge dieser touristischen Entwicklung Priens mit Augenmaß dürfen allerdings nicht die Interessen der Priener Bürgerinnen und Bürger nach bezahlbarem Wohnraum aus dem Auge verloren werden.

Nach allgemeinen Informationen strebt das Jugendherbergswerk an, das Grundstück mit der alten Jugendherberge, das mittlerweile von Häusern umgeben ist, zu verkaufen, um damit einen Teil der neuen Jugendherberge zu finanzieren. Dieses Vorgehen ist zunächst einmal verständlich, jedoch sollte von Gemeindeseite – vor allem durch den Ersten Bürgermeister – darauf hingewirkt werden, dass ein Teil des Grundstück (mindestens 40 Prozent) für Einheimischengrund zur Verfügung gestellt wird, denn Prien muss Wohnraum für Priener schaffen! Es muss verhindert werden, dass der gesamte Grund, auf dem die alte Jugendherberge steht, an den meistbietenden Investor verkauft wird, der dann darauf Luxuswohnungen baut, die sich mit Sicherheit kein normalverdienender Priener leisten kann! Aber genau dieser Mittelstand ist es, der das Ehrenamt vor Ort aufrechterhält und der gesellschaftliche Verantwortung übernimmt. Es ist kein Geheimnis, dass viele gebürtige junge Priener den Ort verlassen müssen, weil sie es sich nicht leisten können in Prien zu wohnen und zu leben. Um diesem Trend zumindest ein wenig Einhalt zu gebieten, wäre es nur fair, wenn ein Teil des Grundstücks, das vor Jahrzehnten zu damals noch relativ günstigen Konditionen vom Jugendherbergswerk erworben wurde, für das Einheimischenmodell zur Verfügung gestellt werden könnte. Nach eigenen Angaben ist das Jugendherbergswerk eine Einrichtung, die es sich zum Ziel gesetzt hat „Entwicklungschancen für jetzige und künftige Generationen nachhaltig zu sichern“. Dazu stellen wir folgende Fragen: Wie, wenn nicht durch das Schaffen von bezahlbarem Wohnraum für Normalverdienende und junge Familien, kann man zur nachhaltigen Entwicklung Priens beitragen? Wie könnte das Jugendherbergswerk seiner Verantwortung in diesem Bereich besser gerecht werden? Will es wirklich ein Grundstück im Herzen Priens gänzlich den Gesetzen des freien Markts überlassen, um möglichst viel Profit zu machen? Ist das im Sinne der Nachhaltigkeit? Wohl kaum! Um eine nachhaltige Entwicklung Priens zu gewährleisten, die einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt und auch die Interessen der ansässigen Bevölkerung auf vielfältige Art und Weise mitberücksichtigt, fordern wir deshalb die zuständigen Gemeindevertreter auf, sich für die Ausweisung von Flächen für das Einheimischenmodell auf dem Grundstück der alten Jugendherberge einzusetzen und bei der Planung des Baus auf eine Bauweise zu achten, die sich in die umgebende Wohnbebauung eingliedert.“